Die rechte Hand ist in Schutzgewährungsgeste erhoben.

 

Es gab einige kritische Situationen in der Lebensgeschichte des Erwachten sowie in der Geschichte des Buddha-Ordens.

 

An erster Stelle steht hier Maro, die personifizierte Macht der Triebe, des Bösen und der Unbeständigkeit. Maro ist aber nicht nur ein Symbol des Bösen und der Unbeständigkeit, sondern besteht nach den Aussagen der Lehrreden als Person ebenso wie der Erwachte. Er ist die Manifestation des Bösen, wie der Erwachte die Manifestation der völligen Sicherheit und Freiheit ist. Maros Macht reicht so weit wie die Welt. Man findet in der Welt keine Stätte, wo man ihm nicht unterläge. Deshalb sagt der Buddha, dass Maro in der Welt der erste an Einfluss sei. Wo vergängliche Phänomene sind, da ist Maro die Personifikation der Sterblichkeit. Darum wird er Töter, Todbringer genannt.

Das Hauptanliegen Maros ist, Buddhas an der Erwachung und an der Lehrverkündung zu hindern. Als sich der Bodhisatta Gotamo in der Nacht vor der Erwachung zu seiner entscheidenden Meditation niedersetzte, da fühlte sich Maro in seinem Reich plötzlich äußerst unwohl, sein Glanz schwand, sein Palast zeigte Risse und bröckelte ab, und es kam ihm der Gedanke, dass seine Herrschaft aufs Äußerste bedroht würde. Da rief er seine Dämonenscharen herbei und zog an der Spitze seines Heeres zum Bodhibaum, um mit letzter Gewalt zu versuchen, den Bodhisatta an der Erwachung zu hindern. Die buddhistische Literatur und Kunst hat diesen Ansturm Maros in den buntesten Farben ausgemalt. Nachdem Maro sein eigentliches Anliegen, den Buddha an der Erwachung und der Lehrverkündung zu hindern, misslungen war, verlegte er sich auf vermeintlichen Nervenkrieg und Kleinkrieg. Jeder dieser Versuche war indes bei einem Geheilten völlig zwecklos und ergab nur ein Eingeständnis der Ohnmacht Maros.

Ferner hatte sich der Erwachte auch mit den rauen, kraftvollen Gesellen niedrigerer Bereiche des Geisterreiches auseinanderzusetzen, teils als ihr Lehrer, teils zum Schutz seiner Mönche vor Störungen.

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Dann gab es den Versuch von seinem Vetter Devadatto, den Orden zu übernehmen und den Buddha zu töten. Zu dieser Zeit war der Buddha ca. 72 Jahre alt. Devadatto gehörte zu der Siebenerschar der Sakyer, die in der Heimatstadt des Buddha in den Orden eingetreten waren. Während die anderen bald hohe Grade der Gesichertheit gewannen, entwickelte Devadatto bald magische Fähigkeiten. Da die Magie nur bei intensivem meditativem Bemühen erlangbar ist, war Devadatto bald als ernsthafter Asket angesehen. Obwohl er sich magischer Möglichkeiten erfreute, machte er keine Fortschritte auf dem Weg zum Stromeintritt. Bei seiner ehrgeizigen und hartherzigen Veranlagung musste die Magie allerdings seine egoistischen Kräfte fördern. Der Buddha wusste dies alles von Anfang an, hatte ihn aber doch in den Orden aufgenommen, damit das Böse, das äonenlang schon in ihm geruht hatte, so zum Ausbruch kam, dass er endgültig davon geheilt wurde.

Devadatto überlegte, wen er sich geneigt machen könne, damit er zu Ehre und Ruhm komme. Seine Wahl fiel auf den Prinzen Ajatasattu. Er beeindruckte diesen so, dass er schließlich in höchster Gunst stand. Er erhielt ein eigenes Kloster und viele Vergünstigungen. Im Rausch des Ruhms stieg in ihm das Verlangen auf, den Orden zu leiten. In dieser Zeit war gerade Kakudho, ein Helfer des Mahamoggallana gestorben und in Geist ausgebildeter Form wiedererschienen. Er berichtete Mahamoggallana davon, welches Verlangen in Devadatto aufgestiegen war. Mahamoggallana berichtete dem Erhabenen davon. Der nahm die Gelegenheit zum Anlass für eine Lehrrede darüber, welche Meister in der Welt zu finden sind und sagte zu Mahamoggallana, er solle das für sich behalten, denn Devadatto werde sich selbst verraten.

Eines Tages, als König Bimbisaro und viele Mönche beim Buddha die Lehre hörten, erhob sich Devadatto und machte vor der Versammlung den Vorschlag, der Buddha solle ihm wegen des Alters die Ordensleitung übertragen, er wäre bereit, ihm die Last abzunehmen. Auf diese Ansprache hin erwiderte der Erwachte zunächst nur, er solle den Gedanken fallen lassen, aber nach dreimaliger Wiederholung des Antrages erwiderte der Buddha schließlich: "Nicht einmal Sariputto und Mahamoggallana  würde ich die Leitung des Ordens übertragen, wie erst könnte ich sie dir übertragen, einem Unwürdigen, der auf Auswurf versessen ist?"

Und der Buddha ließ in Rajagaha vekünden, dass alles, was Devadatto künftig tun werde, nicht mehr im Sinne des Buddha, der Lehre und der Gemeinde der Heilsgänger sei, sondern seine eigene Aktion.

Devadatto ging nun, verärgert und mit gekränktem Ehrgeiz, zu Kronprinz Ajatasattu und stiftete ihn an, seinen Vater, den König Bimbisaro zu beseitigen, um die Königsherrschaft zu erlangen. Als sein Vater davon hörte, trat er zurück und ließ seinen Sohn König werden, erst später brachte der Prinz seinen Vater um. Sofort erschien Devadatto beim neuen König Ajatasattu und bat um Erlaubnis, Leute des Königs auszusenden und den Buddha mit Pfeilen zu erschießen. Jedoch die Schützen beichteten dem Buddha den Mordplan. Dann beschloss Devadatto, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, lockerte einen Felsen an einem Weg, den der Buddha ging, um ihn zu zerschmettern. Der Stein wurde jedoch von einem anderen Felsen aufgefangen und nur ein Felssplitter sprang ab und verletzte den Fuß des Erwachten. Die Mönche waren danach sehr beunruhigt und gingen als Wachposten auf und ab, um ihren Meister zu beschützen. Er aber wandte sich an sie und sagte, ein Vollkommen Erwachter könne nicht gewaltsam getötet werden und brauche daher keine Leibwache. Devadatto brütete noch einen dritten Mordplan aus. Er ließ einen Staatselefanten, der als wild berüchtigt war, durch Alkohol berauscht machen und auf jenem Weg sich losreissen, den der Buddha  zum Almosengang entlanglief. Der Buddha aber durchstahlte das Tier so mit Liebe, dass es ganz zahm wurde und von nun an sanft blieb.

Devadatto verlor nun seine magischen Fähigkeiten und auch die soziale Achtung. Alles zog sich vom dem dreifachen Mörder zurück. Da fasste er den Plan, den Orden zu spalten, um jedenfalls für einige Anhänger der Meister sein zu können. Er beantragte, schärfere asketische Regeln einzuführen. Der Buddha lehnte Neuregelungen aber ab. Bei einer Abstimmung folgten aber fünfhundert Mönche Devadatto.  Mit ihnen zog er auf den Geierkulm und gebärdete sich als Ordensmeister. Sariputta und Mahamoggallana holten die verführten Mönche aber bald zurück und Devadatto war vereinsamt. Er fiel in Krankheit und lag neun Monate siech darnieder. Als er sein Ende nahen fühlte, ließ er sich den weiten Weg von Rajagaha nach Savatthi tragen, um noch einmal den Buddha zu sehen. Am Tor des Siegerwaldklosters hielt er an. Der Buddha hatte erklärt, dass es Devadatto unmöglich sein werde, ihn noch einmal zu erblicken. Und da öffnete sich der Erdboden, der den Frevler nicht mehr tragen konnte, eine Stichflamme schoss hervor und die Erzhölle verschlang ihn. Unmittelbar davor, in höchstem Entsetzen, kam bei ihm aber noch die Umkehr, er nahm Zuflucht zum Buddha. Jene Zuflucht, die vertrauende Anhänger ganz am Anfang ihres religiösen Weges nehmen, die erfolgte beim Mönch Devadatto erst nach fünfunddreißig Jahren, aber sie erfolgte immerhin - und darum hatte der Buddha ihn aufgenommen. Zwar wird er - so heißt es - für seine Taten bis zum Ende dieses Äons in der Hölle bleiben, aber danach wird auch er den Heilsweg beschreiten - durch die bittere Strafe endgültig von den Trieben abgeschreckt.

König Ajatasattu aber wurde seines Lebens nicht mehr froh. Tag und Nacht von Gewissensbissen geplagt, denn er hatte seinen Vater töten lassen, hatte seine Mutter druch Gram darüber sterben lassen und hatte die Mordanschläge Devadattos gebilligt. Er siechte dahin. König Pasenadi von Kosalo, der Freund seines Vaters, begann einen Krieg gegen ihn, um den mehrfachen Mörder abzusetzen. Das Kriegsglück wogte hin und her und schließlich kam es zu einem Versöhnungsfrieden. Ajatasattu ging schließlich hochbetagt zum Buddha und fragte ihn nach dem Seelenfrieden. Am Ende dieser umfassenden Lehrrede (Digha Nikaya Nr. 2) fiel der Maharaja schließlich dem Buddha zu Füßen, nahm die dreifache Zuflucht und bekannte vor allen Leuten seine Untaten.

Zwar konnte Ajatasattu seine selbstgewirkten Höllenqualen durch nun gutes Verhalten erheblich verkürzen und brauchte längst nicht bis zum Ende des Äons, wie Devadatta, zu leiden, aber verhindern konnte er sie nicht. Er wurde überdies von seinem eigenen Sohn ermordet und dieser wiederum von seinem Sohn. Nachdem so drei Könige Magadhas Vatermörder gewesen waren, erhob sich das Volk gegen diese mörderische Dynastie - und endlich kam als einer der Nachfolger Ajatasattus der weise Kaiser Asoka auf den Thron, der große Förderer und Beschützer der Lehre.

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Eine andere Gefahre, nämlich der Ordensspaltung, war der Streit von Kosambi, wo der Buddha seine neunte Regenzeit verbrachte. Ein Anhänger, Ghosito, hatte ihm seine Gartenstiftung als Kloster angeboten. Als der Buddha aber in Kosambi anlangte, war das Desinteresse ziemlich groß und die örtliche Mönchsmoral recht niedrig. Am Stadttor von Kosambi fand er den Bhikkhu Sagata liegen: Total betrunken, denn er hatte bei der Almosenrunde an jeder Haustür einen Becher Palmwein zu sich genommen. Die Bhikkhus trugen ihn ins Kloster und der Vorfall gab dem Buddha Anlass, für die Mönche ein Alkoholverbot zu erlassen.

Im Kloster lebten zwei Mönche, ein Predigermönch (P) und ein Liebhaber der Ordenszucht (O). Eines Tages ließ P im Waschraum nachlässigerweise das schmutzige Waschwasser stehen. Als O dies sah, hielt er ihm vor, dies sei eine Verfehlung. P schüttelte erstaunt den Kopf. O aber beharrte dabei. P erklärte sich indes bereit, die nötige Buße zu tun, denn O kenne den Vinaya sicher besser als er. Da erwiderte O, wenn er es ohne Absicht getan habe, sei es keine Verfehlung. Da freute sich P, denn er hatte nie die Absicht gehabt, eine Regel zu übertreten, und er hielt die Sache für erledigt. O aber erzählte seinen Anhängern in der Stadt, P merke es nicht, wenn er eine Verfehlung begehe. Als nun die Anhänger des O die Anhänger des P trafen, fragten sie, ob sie schon gehört hätten, dass ihr Lehrer es nicht merke, wenn er eine Verfehlung begehe. Diese gingen damit zu P. Der erwiderte: "Erst sagt O, es sei keine Verfehlung, jetzt behauptet er das Gegenteil: Er ist ein Lügner." Da gingen jene zu den Anhängern von O und sagten, ihr Lehrer sei ein Lügner. Durch dieses Hintertragen wurde das Beleidigen geschürt und der Streit wuchs. Bei sich bietender Gelegenheit erklärte O, die Tat des P sei eine solche, die eine zeitweise Suspension von allen Mönchsrechten verdiene. Da die Mönche O als einen Spezialisten des Vinaya kannten, verhängten sie diese Strafe. Da aber P viele Freunde und Anhänger hatte, die durch ihn viel Heilsames gewonnen hatten, machten sie sich den Standpunkt von P zu eigen, dass die Verhängung jener Strafe nichtig sei. Sie erklärten, sie könnten den Akt aus den und den Gründen nicht als rechtmäßig anerkennen. Die Angesprochenen wiederholten ihre Argumente und warnten die Gegner, für einen Suspendierten einzutreten. So verhärteten sich die Fronten und die Streitigkeit griff auch auf die Hausleute über, auf die Nonnen, auf die Schutzgeister, auf die Götter der ganzen Sinnenwelt; selbst bis zu den Reinhausigen drang die Kunde von der drohenden Ordensspaltung.

Ein versöhnlicher Mönch begab sich zum Erwachten und berichtete die Angelegenheit. Da der Buddha die große Gefahr erkannte, dass aus einem nichtigen Anlass ein großer Schaden für alle entstehen könnte, begab er sich zu den Mönchen, die für O Partei ergriffen hatten. Er sagte: Es ist nicht gut, die Rechthaberei über die Eintracht zu stellen. Sobald eine Ordensspaltung drohe, müsse man auch einmal auf eine Suspension verzichten und Gnade vor Recht ergehen lassen. Dann ging er zur Gegenpartei und sagte: Auch wenn man sich unschuldig fühle, sei es besser, trotzdem Abbitte zu tun, wenn dadurch eine Ordensspaltung vermieden würde.

Die Parteien gaben aber nicht nach und hielten getrennte Ordensversammlungen ab. Die Diskussionen nahmen überhand, es kam zu Beleidigungen und sogar zu Handgreiflichkeiten und Schlägereien unter den Mönchen, während die Anhänger sich an die Tugendregeln hielten. Der Buddha ging wieder zu den Mönchen und sprach: "Es ist genug, ihr Mönche, lasst Intrigen, Zank, Angriffe und Zwist." Doch einer der Mönche sprach: "Möge, o Herr, der Erhabene weggehen, wir werden uns durch diese Zänkereien und Intrigen schon selbst hindurchfinden." Ein zweites Mal sprach der Buddha, es sei genug der Zwietracht. Ein zweites Mal wiederholte der Mönch die Aufforderung, er möge weggehen. Anstatt der dritten Aufforderung erzählte der Buddha den Mönchen eine Geschichte aus der Vergangenheit von der Versöhnlichkeit zweiet Könige, die auf Blutrache verzichteten. Dann wiederholte er zum dritten Mal die Aufforderung, den Streit zu beenden und erhielt zum dritten Mal die abweisende Antwort. Da dachte der Erhabene: "Besessenen gleichen diese Verblendeten, man kann sie nicht belehren." So ging er fort und sprach zum Abschied einige Verse, die darin gipfelten: "Allein ist bess´re Wanderschaft, mit Toren schließt man keinen Bund..."

Er begab sich zum Dorf Niedersohlenbrunn, wo einer der sieben Sakyer, Bhagu, weilte, die vor sieben Jahren mit Anando Mönche geworden waren. Welch ein Unterschied zu den laut Streitenden und diesem heiter-ernsten Waldeinsiedler, dem der Buddha seinen Besuch gewährte und ihn mit einem Lehrgespräch erquickte.

Von dort wanderte er zum östlichen Bambushain, wo Anuruddho, Kimbilo und Nandiyo weilten. Er kam gerade zur rechten Zeit, um ihnen Meditationshilfen zu geben. Nachdem er einige Zeit bei den Mönchen verweilt hatte, begab er sich die ganze neunte Regenzeit in einen Wald, den Forst von Parileyya, in Einsamkeit. Nur von einem wilden Elefanten besucht, der ihm mehr zugetan war als die Mönche von Kosambi.

So vergingen die vier Monate der Regenzeit. Inzwischen hatten die Hausleute von Kosambi erkannt, in welchem Gegensatz zur Lehre das Verhalten der Mönche stand. Sie gaben keine Almosen und grüßten die Mönche nicht mehr. Dadurch wurden die Mönche daran erinnert, wie sehr ihr Leib von der Speise der Hausleute abhängig war. Sie kamen zur Besinnung und wollten den Buddha um Verzeihung bitten. Anando ging zu ihm und berichtete. Der Erwachte kehrte nach Savatthi in das Zentrum des Ordens zurück und die Kosambi-Mönche brachen dorthin auf. König Pasenadi verweigerte ihnen zunächst die Einreise, da er solche Mönche in seinem Land nicht haben wollte. Es bedurfte erst des Eingreifens des Buddha, der ihm erklärte, dass die Mönche als Demütige zu ihm kommen wollten. In Savatthi wollte aber Anathapindiko ihnen den Zugang zum Kloster erst verwehren und schließlich wurden sie abgesondert einquartiert.

Sariputto ging zum Buddha und fragte, wie er sich ihnen gegenüber verhalten solle. Der Erwachte erwiderte, ein Sprecher der Lehre sei daran zu erkennen, dass er sich ganz nach der Lehre und Ordnung richte. Ebenso fragte die Gründerin des Nonnenordens. Ihr sagte er: Die Nonnen möchten die Lehre von beiden Seiten der Streitenden hören und sollten dann selbst prüfen, wessen Darlegung und Verhalten lehrgemäß sei. Zuletzt kamen Anathapindiko und Visakha und der Buddha riet ihnen, Almosen an beide Seiten zu geben, dann aber die Lehre von denen zu hören, die lehrgemäßer seien. Der Buddha gab also hier drei unterschiedliche Ratschläge, differenziert für Mönche, Nonnen und Anhänger.

Schließlich kam der Mönch P, von dem ja aller Streit letztlich ausgegangen war, zu der Überzeugung, er habe doch ein Vergehen gegen die Klosterzucht begangen. Er ging daher zu den anderen und gab seine Schuld öffentlich zu und bat sie, ihn wieder in die Mönchsrechte einzusetzen. Alle gingen dann zum Buddha und fragten, ob eine Rehabilitierung möglich sei. Der Meister unterstrich, dass in der Tat eine Verfehlung vorgelegen habe und das die Suspension legal gewes sei. Nachdem P aber seinen Fehler eingesehen habe, könne sie jetzt aufgehoben werden. Das geschah auch.

Schließlich war der Friede wiederhergestellt. Am Ende fasste Upali die Lage dahingehend zusammen, dass das Wichtigste für die Lösung eines Streites eine Person sei, die über jeden Vorwurf erhaben, klug die Situation durchschaue und leidenschaftslos beide Parteien ganz und gar verstehen könne - das aber ist eben ein Buddha und ein Geheilter.

Der Streit von Kosambi war und blieb ein mahnendes Beispiel dafür, dass überall da, wo die Triebfreiheit noch nicht verwirklicht ist, aus nichtigem Anlass Streit entstehen und die Wesen immer blinder machen kann - auch wo sie glauben, mit dem Verstand schon viel von der Wahrheit begriffen zu haben. Er lehrte drastisch, was es heißt, in der Gewalt des Herzens zu sein, statt das Herz in der Gewalt des Geistes zu haben.

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Zum Abschluß sei hier noch an die sicherste Methode zur Streitverhütung erinnert, jenen Hinweis, den der Buddha auf die Frage Anandos gab, wie man im Orden glücklich lebe: Er lautet: Wer bei sich selber um Tugend bemüht ist, aber nicht andere wegen Tugendfragen bekrittelt oder auch nur beobachtet oder wegen Tugendruhms beneidet, der mag im Orden glücklich leben und zum inneren Frieden kommen.